Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Zur Fokussierung und Verbindung der wissenschaftlichen Debatten setzt FFVT im Projektverlauf wechselnde Akzentthemen. Das aktuelle Akzentthema lautet: „(Im)Mobilität und globale Standards des Flüchtlingsschutzes“.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Center for Conversion (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE, Bonn) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

651 Forschungsprojekte

FFVT-Fellowship-Programm

Die stärkere Anbindung deutscher Forschung an die internationale Flucht- und Flüchtlingsforschung ist ein zentrales Anliegen des Projekts „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ (FFVT). Bisher ist die deutsche Forschung in der internationalen Wissenschaftslandschaft nur unzureichend vertreten. Das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC, das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN), das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück arbeiten als Verbundpartner gemeinsam daran, die Sichtbarkeit der Forschung in der internationalen Wissenslandschaft zu erhöhen.

Aktuelles

FFVT briefing note

Internationalisation in Forced Migration and Refugee Research
  • Franck Düvell

2021, Mai – Bonn, Osnabrück

A central aim of the FFVT project is to specifically strengthen internationalisation in the field of forced migration and refugee studies. Thereby, it aspires to address various shortcomings identified in the ongoing debate on the politics of knowledge production. Internationalisation, however, is more than just a praxis, more than just doing internationalisation, but a concept based on critical theoretical reflections on scientific knowledge production. We thus aim to combine a pragmatic approach with some theoretical underpinning. In this FFVT briefing note, the author Franck Düvell, highlights the findings from some key publications on internationalising scientific cooperation in this field.

Online-Workshop

FFVT Scholarly Workshop „Forced Migration and Dynamics of Political Mobilisation: conceptual approaches, comparative and case studies“ (in English)

7. Dezember 2021

This Workshop invites scholars to look into forced migration from the angle of political mobilisation. Abstracts can be submitted until 13 September 2021.




Online-Workshop

Contested Categories - Issues at the Intersection of Development and Forced Migration Studies

4 - 5. Oktober 2021 – Online

Dieser Workshop befasst sich mit der Kritik in der Entwicklungsforschung an Kategorisierungen und den Debatten über sie und setzt sich mit ihrer Relevanz und ihrem Nutzen für die Flucht- und Flüchtlingsforschung auseinander. Dazu werden exemplarisch drei in den letzten Jahren kritisch diskutierte Kategorien herangezogen: "globaler Süden und globaler Norden", "Neue Akteure - Selbstermächtigung und Emanzipation marginalisierter Gruppen" und "Digitalisierung". Zur besseren Kontextualisierung wird der Workshop von einem Keynote-Vortrag über Kategorisierungen in der Entwicklungs- und Flucht- und Flüchtlingsforschung begleitet.

Online-Workshop

Comparative Forced Migration and Refugee Studies – reflexive, postcolonial, international (in English)

28 - 29. September 2021

Taking a comparative perspective, this 2-days workshop aims at recognising trajectories and patterns as well as interdependencies but also notorious blind spots or hegemonic practices of knowledge production and subsequently the identification of new research questions in the field of forced migration and displacement processes from around the globe.

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