Über FFVT

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Center for Conversion (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE, Bonn) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Asylsuchende in Bayern

Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung (IST) – Technische Hochschule Regensburg Leitung

Migrationsmotive, Migrationsbiographien und Themen wie Familie, Bildung und Arbeit sowie die Analyse der Einstellungen und Bleibeabsichten von Asylsuchenden der aktuellen Flüchtlingsbewegung aus dem Jahr 2015 stehen im Fokus des Forschungsprojekts im Auftrag der Hanns-Seidel-Stiftung. Die Pilotstudie wird an den Standorten Nürnberg und Landkreis Ebersberg durchgeführt. Sie basiert auf drei Teilstudien und einem Methodenmix. In einer qualitativen Teilstudie wurde zunächst die Perspektive von Expertinnen und Experten, d.h. Personen, die mit der Verteilung, Unterbringung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen betraut sind, betrachtet. Im Rahmen einer standardisierten Befragung von 750 und 12 leitfadengestützten persönlich-mündlichen Interviews mit Geflüchteten werden die die Herkunftsländer Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea einbezogen. Unterstützt werden die Befragungen durch neun Dolmetscher/innen in den Sprachen Arabisch, Kurdisch, Paschtu, Farsi und Tigrinya. Im Rahmen einer Nachfolgestudie werden ein Jahr nach der ersten Befragung die 12 interviewten Geflüchteten erneut befragt.

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Stand 31.12.2018 – die Datenbank wird gegenwärtig aktualisiert

648 Forschungsprojekte

Aktuelles

Online Diskussion

Über den Un/Sinn der Unterscheidung zwischen Migrant*innen und Flüchtlingen

1. Oktober 2020

Während in Politik und Öffentlichkeit oft selbstverständlich zwischen Migrant*innen und Flüchtlingen unterschieden wird, tun sich Forschende und Praktiker*innen meist schwer damit, den vielfältigen Realitäten klare Begriffe zuzuordnen. In dieser vom IMIS ausgerichteten Diskussion wollen wir die verschiedenen rechtlichen, wissenschaftlichen und diskursiven Praktiken in den Blick nehmen, um die unterschiedlichen Ansätze besser zu verstehen.

Virtuelle Konferenz

3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung – Kontexte von Flucht, Schutz und Alltag Geflüchteter

17 - 19. September 2020

Die Konferenz bietet ein internationales Forum für die Präsentation und Diskussion aktueller Forschungsergebnisse sowie für die Förderung des interdisziplinären Austauschs und der Zusammenarbeit. Die Konferenz dient als Plattform für die Diskussion und Vernetzung von Forschenden im Bereich der Flucht- und Flüchtlingsforschung.

Online-Diskussion

Corona, Flucht und Menschenrechte - (2) Die Situation Geflüchteter an den griechischen EU-Außengrenzen

20. Juli 2020

Für die Diskussionsreihe „Corona, Flucht und Menschenrechte“ lädt das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) im Rahmen des FFVT-Projekts Expert*innen aus NGOs, Politik, Medien und Wissenschaft ein, um von der Situation Geflüchteter und Migrant*innen in verschiedenen Regionen zu berichten. Die Beiträge werden von Mitgliedern des Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) moderiert und menschenrechtlich eingeordnet. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für das Publikum, den Expert*innen Fragen zu stellen bzw. eigene Kommentare einzubringen.

Virtueller Workshop

Flucht, Governance und Menschenrechte

9 - 10. Juli 2020

Im Rahmen des FFVT-Projekts richtet das CHREN am 9. und 10. Juli einen ersten Workshop aus. Darin bearbeiten renommierte Wissenschaftler*innen und Politiker*innen aktuelle Herausforderungen der globalen, europäischen und nationalen Ebene von Flucht, Governance und Menschenrechten im Bereich der Fluchtmigration.

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